Rede & Antwort stehlen mit Benoby

Sein ganzes Leben schon beschäftigt sich der junge Mann aus Leidenschaft mit Musik. Wir haben Benoby in seinem Zuhause in Schwabing besuchen dürfen und ihm mal ein paar Fragen gestellt.

Du beherrscht ja selbst mehrere Instrumente. Mit was hast du angefangen?

Meine Eltern haben mich mit 8 Jahren für 2 Jahre zum Keyboardunterricht geschickt.
Ein Gutes Altes 40 Mark Yamahabrett mit einer handvoll Knöpfen. Gemocht hab ichs überhaupt nicht, aber mittlerweile bin ich froh dass ich dort war.

In deinem neuen Video bist du viel mit einer Gitarre zu sehen. Liegt dir das Klavier trotzdem am meisten?

Mit Abstand. Ich liebe es. Obwohl vom Klang her meiner Meinung nach das Saxophon eins der schönsten Instrumente ist, bietet für mich kein Instrument eine Bandbreite wie das Piano.
Man kann mit beiden Händen stark variieren, und durch Anschläge und Pedaleinsatz wirken selbst Pianosolos sehr komplett. Es ist für mich schwer zu formulieren, aber ich kann bei keinem Instrument so gut abschalten wie bei diesem.

Was hebt deine Musik von anderen ab?
Da ich aus dem Hip Hop komme und sehr viel Wert auf Texte lege, denke ich dass ich mich vor allem hierbei von anderen unterscheide. Sowohl Message als auch Reimschema sind für mich sehr wichtig. Jeder Track handelt von Dingen, die mir wirklich passiert sind und mich geprägt haben. Ich liebe Experimente mit Instrumenten und Musikstilen, bin zweisprachig aufgewachsen, habe eine große Klappe und nehme mich selbst nicht so wichtig. Ich verdiene damit nix und bin nicht davon abhängig anderen zu gefallen, darum genieße ich diese Freiheit und habe dabei meinen eigenen Stil gefunden.

Was fehlt dir an der Münchner Musik Szene, besonders im Live-Musik Bereich?
Um ehrlich zu sein, der Live-Musikbereich selbst.
Ich vermisse spontane Konzerte und Auftritte auf der Straße. Scheinbar muss man sich hier sogar als Straßenmusiker bewerben. Ich denke, dass es geniale Künstler in dieser Stadt gibt, die aufgrund von Bürokratie und Geldmangel nicht gehört werden und das ist sehr schade. Wenn ich nach einem Aufenthalt in Paris oder Amsterdam wieder hier bin kommt mir München manchmal fast totenstill vor.

Gibt es bei all der Kritik auch etwas besonderes an der Münchner Musikszene?
Das besondere ist die Vielfältigkeit. Ich glaube es gibt kaum einen Stil , den München nicht in Form einer Band oder einem DJ verkörpert. Der Trend geht definitiv in die elektronische Richtung. Hier hat München auch mittlerweile einen recht individuellen Stil entwickelt und bietet viele Angebote wie das Bob Beaman, die Rote Sonne oder das Harry Klein. Allerdings fällt mir grundsätzlich auf, dass München sich gern nach dem Trend richtet und selten mit was Neuem durch die Wand bricht. Grundideen werde innovativ variiert kommen aber meist aus andern Städten.
Ich würde mir etwas mehr Mut wünschen. Dies gilt sowohl für die Macher als auch für die Zuhörer. Aber das ist natürlich immer leicht daher gesagt.

Gerade ist das 1. offizielle Video mit der Single “Basar” online gegangen, was planst du als nächstes?
Mein letztes Album ist jetzt mittlerweile 4 Jahre her und währenddessen ist viel passiert. Dies wird in Musik verpackt. Zwei Singles aus dem alten Album werden jetzt auch die nächsten Wochen noch ausgestrahlt und danach plane ich wieder ein Video. Ich hab mittlerweile wieder zwei neue Tracks in Arbeit. Ich werde sehen, wonach mir grade ist, aber spätestens beim nächsten Videorelease werdet ihrs sehen.

 Danke Bob, wir wünschen dir viel Erfolg für die Zukunft und werden hoffentlich noch viel von dir hören.

Mehr über Benoby und seine Musik findet ihr hier.