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Rede und Antwort stehlen mit: Cosby

Nach einer strapazenreichen Busreise, lande ich in einem Aufnahmestudio in Unterföhring. Die Sängerin der Band, Marie, begrüsst mich und stellt mich prompt ihren Kollegen Robin (Drums), Chris (Synthesizer, Gitarre) und Kilian (Bass) vor.

Naff: Hallo miteinander! Ich freu mich sehr, dass ihr neben den ganzen Presseterminen Zeit für mich gefunden habt. Ihr kommt gerade von einer kleinen Promotour, richtig?

Marie: Genau. Wir sind in der vergangenen Woche ganz schön rumgekommen. Von Jena, über Oldenburg und Berlin, nach Hamburg, Köln und Augsburg. Sogar zu Tape TV hat man uns eingeladen.

Wie kam es dazu?

Robin: Wir hatten das Glück, dass unser Radiopromoter eine Senderreise für uns organisiert hat. Mit unserer aktuellen Single “Boon & Bane” haben wir versucht den Leuten unsere Musik über dieses klassische Medium näherzubringen und das klappt auch ganz gut.

Wir haben euch auch auf Youtube etwas beobachtet. Das Video ist in Eigenregie entstanden und hatte schon mehr als 15.000 Clicks!

Robin: So soll es sein (schmunzelt). Das ist eben diese Youtubeklicks-Geschichte. Wir haben jetzt einfach mal versucht uns mit der Single in den Radiostationen vorzustellen, weil sie im Vorfeld ganz gut angenommen wurde. Dann hat man uns eingeladen und wir sind  vorbeigefahren.

Marie: Bei EGO-FM ging es los und dann sind wir Richtung Norddeutschland gebraust.
Untereinander kennt ihr euch ja schon länger. Wie genau ist das Projekt Cosby entstanden?

Robin: Es ist eigentlich die klassische Geschichte. Ich und Kilian kannten uns durch gemeinsame Arbeit im Studio schon und Chris haben wir über eine Band die wir produzierten kennen und schätzen gelernt. Marie ist über einen befreundeten Schlagzeuger zu uns ins Studio gekommen.

Marie: Ich hab mich dann mal ans Klavier gesetzt und ein paar von meinen Nummern gespielt. Den Jungs hat das gut gefallen und so haben wir uns ineinander verliebt.

Robin: Das mit der Band hat sich dann etwas hingezogen. Wir kennen uns seit 2009.

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Während manche Bands heutzutage sogar das Musikmachen an hochbezahlte Studiomusiker abgeben, macht ihr genau das Gegenteil und übernehmt nebenher auch noch den Part Musiklabel und Management. Bleibt da noch genügend Zeit für die Musik?

Robin: Da wir alle schon länger in der Musikszene aktiv sind, wussten wir einfach, dass bei weitem nicht alles was ein Majorlabel verspricht wahr wird. Natürlich wollen wir das jetzt nicht schlecht reden! Menschen die bei solchen Firmen arbeiten, haben jahrelange Erfahrung mit Booking, Vertrieb und Management. Allerdings müssen manche Musiker dann auch damit rechnen, dass ihnen kreative Entscheidungen vom Label abgenommen werden. Das wollten wir verhindern!

Chris: Im Prinzip gönnen wir uns den Luxus ein eigenes Team aus Leuten die wir kennen und vertrauen zusammenzustellen. Die machen das natürlich auch nicht umsonst weil sie unsere Musik so geil finden, aber wir können mehr Einfluss darauf nehmen mit wem wir  arbeiten. Die Musik soll nicht auf der Strecke bleiben, sondern eher davon profitieren!

Natürlich versucht man Newcomerbands direkt mit anderen Bands zu vergleichen. Wie würdet ihr selbst eure Musik definieren und was hat euch beeinflusst?

Robin: Ich könnte dir jetzt eine ewig lange Liste mit Musikern und Bands geben die mich und mit Sicherheit auch den Rest der Truppe beeinflusst hat. Aber wir legen uns da einfach nicht so gern fest und sind der Ansicht, dass wir das auch nicht müssen. Ich persönlich bin ein Fan von Florence and the Machine, was man jetzt nicht zwingend erwartet wenn man unsere EP “Love and War” anhört. Auch von Ms. Mr. oder Fenech Solaire habe ich das ein oder andere mitgenommen.

Marie: Mit Sicherheit nehmen viele Sachen Einfluss, aber bewusst nimmt man das gar nicht so oft wahr.

Gibt es Musiker oder Produzenten mit denen ihr gerne einmal zusammen arbeiten möchtet?

Robin: Niemals, widerlich! (Lacht)

Marie: Das geht ja mal gar nicht!

Robin: Spass beiseite. Es gibt so viele Bands mit denen wir gerne arbeiten würden, vom Songwriting bis zum Produzieren. Wir machen zwar alles selber, aber es geht uns nicht darum alles selber zu machen. Wir sind für alles offen, aber möchten uns auch nichts vorschreiben lassen. Wenn du uns jetzt sagst ihr könnt mit Coldplay nen Song schreiben oder einen Remix von Chvrches haben, würden wir mit Sicherheit nicht Nein sagen.

Kilian: Wir werden sehen was die Zukunft bringt, da wir auch schon angefangen haben auf unser erstes Album hinzuarbeiten.

Stichwort Zukunft. Was steht nun alles an bei euch?

Marie: Zunächst kommt jetzt erstmal eine kleine Tour und dann werden wir auf jeden Fall die Wintermonate nutzen um noch neue Songs zu schreiben. Auch wenn wir  keinen fixen Termin für das Album haben, soll es irgendwann im nächsten Jahr erscheinen.

Robin: Es wäre natürlich perfekt, wenn das Album bis zum Sommer fertig wird. Wir denken dabei natürlich auch an den alljährlichen Festivalsommer in Deutschland. Aber genau aus diesem Grund versuchen wir so unabhängig wie möglich zu bleiben, da wir uns von niemanden eine Pistole auf die Brust drücken lassen möchten. Das Album kommt, wenn wir der Ansicht sind dass es fertig ist.

Ich sag vielen Dank für eure Zeit und bin schon gespannt was man von euch noch alles hören wird.

Die erste EP von Cosby “Love and War” ist am 26.09.2014 erschienen und hier erhältlich. Tourdates findet ihr auf Facebook und auf www.thisiscosby.com.

Hier könnt ihr übrigens an unserer Verlosung teilnehmen! Ein signiertes Exemplar der EP für umme. Einfach liken und etwas Glück haben! Der Gewinner wird von uns kontaktiert. IMG_2700