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Teaser Time: Filth

Passend zu den “herbstlichen” Temperaturen, liefern wir euch unseren persönlichen Movie der Woche. Irvin Welshs Roman ” Trainspotting” und die gleichnamige Kinoverfilmung durch Danny Boyle waren ein rießen Erfolg.

 

                                                            Filth-Red-Band-Trailer

 

Nun hat sich der Regisseur Jon S. Braid, bekannt durch Filme wie Greenstreet Hooligans oder Cass, an ein anderes Welsh Werk gewagt .

Filth” oder zu deutsch “Drecksau”, ist für uns persönlich ein Highlight ! 

James McAvoy, als Hauptprotagonist, spielt den extrem misanstropischen und korrupten Polizisten Bruce Robertson, der vom schlechten Lebenswandel und übermässigen Drogenkonsum gezeichnet ist. 

Er ist innerlich so wie äußerlich ein absolutes Ekelpaket: Dunkle Augenringe, fettige Haare und ein aufgedunsenes Gesicht

 

Am Anfang frägt man sich : Was ist denn, mit dem los?

Filth+1

Der Film ist selbsterklärend. Bruce hasst seine Mitmenschen und den Job den er ausübt. 

Er ist ein Arschloch gegenüber Frauen und macht sich einen Spaß daraus, den ganzen Tag seine Kollegen in Intrigen zu verwickeln, indem er Gerüchte über sie in der Firma verbreitet.
Als eine Beförderung als  ansteht, macht Bruce keinen Halt davor, als erster auf der Liste des Chefs zu landen.
Dann kommt es zu einem  Mord – ein junger Japaner wird zu Tode gerprügelt und Bruce wittert seine Chance! Durch die Aufklärung des Falles scheint die neue Position als Inspektor durchaus erreichbar.
Die Lösung des Falles und seine selbstgesponnenen Intrigen setzten ihn nun noch mehr unter Druck und er ist dabei endgültig seinen Verstand zu verlieren.
Der Antiheld wendet sich im Film direkt an den Zuschauer und auch wenn er sich dabei als Großmaul enttarnt, macht er ihn damit zum Komplizen seiner Weltwahrnehmung.
Man beginnt dabei mit ihm zu sympatisieren, obwohl an dieser Hauptfigur rein garnichts sympatisch ist.  Jedoch fühlt man sich dazu genötigt, hinter die Fassade dieses Arschloches zu blicken, um seine Persönlichkeit überhaupt erst verstehen zu können.

Filth erinnert doch sehr an die verschobene Optik des Filmes ” Requiem for a Dream” und zieht den Kinobesucher in den Bann, des nervlich am Ende stehenden Polizisten.
Oft erwischt man sich selbst beim Mitlachen von Bruces “krankem” Humor und wird kurz darauf selbst bestraft, als Bruce beginnt zu halluzinieren und statt seiner Mitmenschen auf einmal hässliche Schweinegesichter zu sehen. 

Welshs Ziel ist es nicht den Protagonisten für seine unmoralische Lebensweise zu verurteilen, sondern viel mehr zu begreifen, in welcher selbsterschaffenen Hölle Bruce Robertson eigentlich gelandet ist.

In Großbritannien, ganz besonders in Schottland gehört die Verfilmung, die bis dato als unverfilmbarster Roman von Irvin Welsh galt zu dem Kinoerfolg des Jahres.