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Wird Berlin das neue Amsterdam?

Seit einer Woche steht es jetzt offiziell fest. Das Bezirksparlament in Friedrichshain-Kreuzberg möchte einen Erstversuch starten, nachdem die Idee eines Coffeeshops zur Bekämpfung von illegalem Drogenhandel schon seit ein paar Monaten in den Köpfen deutscher Kiffer steckt. An vorderster Stelle steht Monika Herrmann die mit diesem Modell Umschlagplätze wie die Berliner Hasenhaide oder den im Volksmund liebevoll genannten “Görli” (Anm. d. R. “Görlitzer Park”) nutzlos machen möchte. Aller höchste Zeit denken wir uns da natürlich, denn wer hasst es nicht wenn er gerade für ein Wochenende zum Feiern in die Haupstadt hocheiert und sich dann da auch noch mit irgendwelchen Drogendealern in öffentlichen Parks rumschlagen muss. Außerdem, denkt denn keiner an die Kinder?

Spaß beiseite. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit diesem Thema ist in Deutschland sehr lange überfällig. Natürlich würden dann wahrscheinlich Millionen Euro an Bußgeldern von bayrische Pädagogikstudenten wegfallen die vom Oberwachtmeister Müller mal wieder mit 0,5 Gramm erwischt wurden, aber Freunde: Ihr könnt den Scheiss doch auch einfach versteuern. Naja, vielleicht wirds ja tatsächlich was mit der Idee. Vielleicht fangen deutsche Politiker, viel mehr berliner Poilitker, wirklich an sich mit dem Thema auf ein neues auseinander zu setzten.

Eins ist jeden Fall sicher. Steht ein Coffeeshop, werden die Schreie nach einer Legalisierung garantiert immer lauter werden. Theoretisch ist es laut BtmG ja auch möglich das Verbot außer Kraft zu setzten. “Eine Erlaubnis für die in Anlage I (Anm. d. Red.: “Erlaubnis zum Verkehr mit Betäubungsmitteln) bezeichneten Betäubungsmittel kann das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nur ausnahmsweise zu wissenschaftlichen oder anderen im öffentlichen Interesse liegenden Zwecken erteilen.” Aber dafür muss der deutsche Bürger einfach mal seinen Arsch hochkriegen.